Aktuelle Projekte
Gartenhistorisches Gutachten
Wir haben bei Dipl. Ing. und Landschaftsarchitekten Kai-Uwe Grahmann ein „Gartenhistorisches Gutachten“ in Auftrag geben, das zu folgenden Punkten Stellung nehmen soll:
- Grundlagenermittlung (archivarische Recherche zur Nutzungs- und Gestaltungsgeschichte, Erfassung des Gehölzbestandes, Erfassung der gartenhistorisch relevanten Strukturelemente und Übertragung in einen Bestandsplan)
- Erfassung und Darstellung der gartenhistorischen Gestaltungsprinzipien
- Erstellung eines Vorentwurfskonzepts für die Freianlagen, unter Berücksichtigung der gartendenkmalpflegerischen Gestaltungsprinzipien, Nutzungsanforderungen und grünplanerischen Notwendigkeiten
- Vermessung und Erstellung einer Planungsgrundlage
- Projektsteuerung
Außerdem haben wir der Firma Posselt & Zickgraf Prospektionen den Auftrag für eine Bodenradarprospektion im Umfeld des Doms in Königslutter erteilt. Dieses Gutachten wird Herr Grahmann in seine Stellungnahme einarbeiten.
Kurz: Welche Gestaltung und Funktion hatte das Areal vor dem Kaiserdom in früheren Jahren, wie stellt es sich uns heute dar und wie soll es in der Zukunft gestaltet und genutzt werden?
April 2026
Gutachtenauftrag erfüllt
Kai-Uwe Grahmann (links) übergibt das Gartenhistorische Gutachten an Werner Köthke.
Vor eine Neugestaltung des Domumfelds stellte der Denkmalschutz ein Gartenhistorisches Gutachten. Dieses Gutachten wurde Werner Köthke, dem Vorsitzenden des „Fördervereins Neugestaltung des Domumfelds e.V. (FND)“ sowie seinem Schriftführer und Pressewart Bernd Stache, Ende April 2026 von Landschaftsarchitekt und Gutachter Kai-Uwe Grahmann übergeben.
Der Förderverein hatte es geschafft, dafür – zusammen mit Eigenmitteln – die Summe von mehr als 17.000,- Euro vom „Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege“, von der „Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung“ und von der „Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen“ einzuwerben.
Mit diesem Ergebnis konnte der Förderverein jetzt mit einem Vortrag von Gutachter Kai-Uwe Grahmann an die Königslutteraner Öffentlichkeit treten. Im großen Saal des Rathauses stellte er den Vertretern des Stadtentwicklungsausschusses und dem Ortsrat sein Gutachten vor und beantwortete Fragen und kritische Anmerkungen der Stadtverordneten.
Dass das Areal vor dem Löwen- und Marienportal des Kaiserdoms so nicht bleiben kann, war allen Anwesenden klar: Pfützen, Stolperfallen, schlechte Beleuchtung und wild parkende Autos vor einem fast 900 Jahre alten romanischen Kaiserdom: ein Bild, das der Stadt Königslutter nicht würdig ist.
Stadt und Kirchengemeinde haben durch das vom Denkmalschutz autorisierte Gutachten jetzt die Möglichkeit, Hand anzulegen und für einen repräsentativen Vorplatz vor dem Kaiserdom zu sorgen. Die Stadt hat versprochen, das Projekt zu unterstützen. Die Kirchengemeinde unterstützt das Vorhaben ideell. Von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) sind dafür keine Gelder zu erwarten, da das Areal nur den Eigentümern Stadt und Kirchengemeinde, nicht aber der SBK, gehört.
Werner Köthke hat in seinem Plädoyer vor den Stadtverordneten deutlich gemacht, dass die erste Frage jetzt nicht heißen kann, haben Stadt und Kirche dafür das nötige Kleingeld – sie haben es zunächst nicht. Es muss eingeworben werden vom Land, vom Bund, von der EU, von Stiftungen und generell von Spendern. Das wird aber nur gelingen, wenn die Stadt, die Kirche und die Bürger dieser Stadt sich dafür stark machen. Dass eine Neugestaltung des Domumfelds nötig ist, steht außer Frage. Dass die denkmalrechtlichen Voraussetzungen dafür jetzt durch das Gutachten geschaffen sind, ist ebenfalls klar. Wer hindert uns also daran, jetzt mit der schrittweisen Umsetzung unseres Projekts zu beginnen. Der Förderverein Neugestaltung des Domumfelds wird sich weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen.
Fotos vom Platz vor dem Dom: Ein Bild, das dem fast 900 Jahre alten romanischen Kaiserdom und der Stadt Königslutter nicht würdig ist.
April 2025
Georadaruntersuchung
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Dezember 2024
Finanzierungszusagen für wichtige Voruntersuchungen erhalten
Die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege in Hannover hat uns am 19.11.2024 einen Zuwendungsbescheid geschickt. Bei diesem Bescheid handelt es sich um die Zuwendung aus Landesmitteln zur Förderung der Denkmalpflege. Damit bewilligt uns das Landesamt zur Durchführung unseres Projekts „Voruntersuchungen zur Erneuerung des Domumfelds am Baudenkmal Kirchhof (Freifläche), Vor dem Kaiserdom, 38154 Königslutter“ einen Betrag in Höhe von 11.000,00 €.
Zusammen mit Geldern der Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen (1.500,00 €), der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (2.371,33 €) und Eigenmitteln des Fördervereins (2.624,35 €) ergab sich so eine Summe von 17.495,68 €. Damit konnten wir den Dipl. Ing. und Landschaftsarchitekten Kai-Uwe Grahmann mit einem Gartenhistorischen Gutachten und die Firma Posselt & Zickgraf mit Prospektionen (Georadar) beauftragen. Wir rechnen für diese Tätigkeiten mit etwa einem halben Jahr.
Wenn wir die Gutachten entgegengenommen haben, werden wir sie in einer Präsentation den Eigentümern des Areals vor dem Kaiserdom, der Stadt Königslutter sowie der Stiftskirchengemeinde der ev. luth. Landeskirche in Braunschweig (Kaiserdom), zusammen mit den Mitgliedern unseres Fördervereins sowie den Spendern und Anliegern des Domumfelds vorstellen.
Wird der Umsetzung des Gutachtens von den Entscheidungsbefugten zugestimmt, werden wir wieder beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege sowie bei verschiedenen Stiftungen Gelder einwerben, um diese Arbeiten realisieren zu können. Natürlich werden wir dann auch wieder um Spenden werben.
Werner Köthke für den Vorstand des Fördervereins